Cannabis sativa L
Cannabis sativa L. (auch bekannt als Marijuana, Grass, Ganja, Herb, etc) wächst schon seit Tausenden, wenn nicht Millionen Jahren überall auf unserem Planeten. Die Pflanze ist von medizinischer, gesellschaftslicher und religiöser Bedeutung, insbesondere aufgrund des Hauptbestandteils: THC oder tetrahydrocannabinol. In der heutigen Zeit wird zwischen Cannabis und Hanf mittels der Höhe dieser Droge unterschieden. Bei weniger als 0,3 % THC handelt es sich um Hanf, der industriell, ernährungsmässig oder medizinisch Anwendung findet. Jede Pflanze mit mehr als 0,3 % nennt man Cannabis und dient als Medizin, Entspannung oder wird aus religiösen Gründen eingesetzt und ist weltweit illegal.
Der Name Cannabis deckt hunderttausende Pflanzen auf dem ganzen Planeten ab, die dann in drei Hauptfamilien eingeteilt werden: Cannabis, Hanf und Ruderalis (eine automatisch blühende Pflanzensorte von Züchtern benutzt, auch ‚Russischer Hanf‘ genannt. Unterschiedliche Sorten Hanf werden für die Herstellung verschiedenster Produkte eingesetzt und auf unterschiedliche Art und Weise angepflanzt. Bei Cannabis ist der Unterschied der Sorten aufgrund der regionalen Herkunft entscheidend.
Es wird zwischen vier verschiedenen berauschenden Cannabisfamilien unterschieden: Sativa, Haze, Afghan und Indica. Die ersten zwei kommen in heissem, tropischem und subtropischem Klima vor wie die reine Sativa oder Haze, die ihre Herkunft in Äquatorgegenden haben. Diese Cannabissorten haben einen hohen THC Gehalt, was dem Benutzer ein energetisches und Glücklichkeitsgefühl verschafft und Einsatz bei Bronchienproblemen und Übelkeit findet. Deshalb finden Sativa dominannte Sorten Gebrauch in der Behandlung gegen Depressionen, Asthma und in der Nachbehandlung der Chemotherapie bei Krebspatienten.
Die anderen beiden Familien, Indica und Afghan, stellen einige der ältesten bekannten Sorten dar, insbesondere die in der Hindu Kush Region (vermutlich Geburtsort der Cannabispflanze). Die Afghan- und Indicasorten rufen ein körperbetontes „stoned“ hervor und haben ein entspannenden Effekt aufgrund eines geringeren THC-Levels aber einem hohen CBD-Anteil, oder cannabiol genannt. CBD dient bei medizinischer Anwendung als Muskelentspannungsmittel, Beruhigungsmittel oder als entzündungshemmendes Mittel, um Krankheitssymptome wie Multiple Sklerose, Arthritis oder Epilepsie zu behandeln.
Cannabis wird aber auch als entspannungsfördernde Droge eingesetzt und macht es zur weitverbreitetsten unerlaubten Droge weltweit. Neben der völligen Entspannung dient diese Pflanze als Partydroge, hilft Menschen gut zu schlafen und wird nicht selten aus Geschmacksgründen konsumiert, da jede Sorte einen eigenen Geschmack, Geruch und Effekt aufweist. Was den Anbau angeht gibt es auch hier zwischen den einzelnen Cannabisfamilien grosse Unterschiede.


